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Non-Veggie: Augen auf beim Fischkauf!

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Fisch erfreut sich bei vielen wachsender Beliebtheit, als guter Eiweißlieferant in der Ernährung. So stand auch ich vor Kurzem grübelnd an der Fischtheke des örtlichen Supermarktes und war durch die große Auswahl etwas überfordert. Der Fisch an sich ist nämlich eher nicht von unseren Ernährungsgewohnheiten erfreut, weisen Naturschutzverbände und die Europäische Union schließlich immer wieder auf die Überfischung der Weltmeere hin. Das Problem beschränkt sich nicht nur auf den Thunfischverzehr durch das immer beliebter werdende Sushi, sondern betrifft auch viele Fischarten, die wir in Europa schon lange in unsere Ernährungsgewohnheiten integriert haben.

Ich bin neulich durch einen Kumpel auf ein interessantes Video zu diesem Thema hingewiesen worden. Uli Henrik Streckenbach gewann mit “Die Überfischung der Meere” das Filme für die Erde Festival 2012, sehr zurecht wie ich finde (über den YouTube-Channel von Greenpeace.at):

 

 

Ergänzend dazu ist die Infografik (PDF) “Fische in Not” der Zeit sehr zu empfehlen und hilft beim nächsten Einkauf die richtige Fischart aus den richtigen Fanggebieten auszuwählen. So sind laut Zeit lediglich folgende Fischarten eine gute Wahl:

Fischarten
  • Alaska-Seelachs*
  • Dorade (Bio)
  • Forelle (Bio)
  • Garnele (Atlantik)*
  • Garnele/Shrimp (Bio)
  • Heilbutt*
  • Kabeljau (Arktis)
  • Kabeljau (Pazifik)*
  • Karpfen
  • Lachs (Alaska)*
  • Lachs (Bio)
  • Makrele
  • Pangasius (Bio)
  • Sardine (Atlantik)
  • Seehecht*
  • Seelachs/Köhler*
  • Sprotte
  • Tilapia (Bio)*
  • weißer Thunfisch*
  • Wolfsbarsch (Bio)
  • Zander (Westeuropa)*

*nur mit Siegel des Marine Stewardship Council (auch das MSC-Siegel ist nicht frei von Kritik, jedoch laut mehreren Quellen ein guter Indikator für nachhaltigen Fischverzehr)

So sieht das Logo jedenfalls aus:

MSC

Insbesondere weil ich vermute trotz meiner Ambitionen so bald wohl eher keinen gut schmeckenden und sich von der Konsistenzt her gut anfühlenden Fischersatz zu finden, wollte ich das Thema hier einmal aufgreifen und ein wenig sensibilisieren.

Update:

Ich habe gerade noch einen Ratgeber vom WWF (inkl. Smartphone-App) gefunden, der nach drei weiteren Siegeln bewertet und auch genauer auf die unterschiedlichen Herkunftsorte (welches Meer, Aquakultur?) der Fische achtet.

Das CC-Beitragsbild kommt vom Flickr-User Gideon.

Über Daniel

Teilzeit-Vegetarier - Fleisch oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage.

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